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Hussitendenkmal

Beschreibung

Denkmal zur Erinnerung an die Hussitenschlacht von 1433

Im Jahre 1428 wurde auch unsere Heimatregion von den hussitischen Raubzügen erfasst. Das Kloster Schönthal sowie viele umliegende Orte mit ihren Kirchen wurden niedergebrannt. Besonders die an der Grenze lebende Bevölkerung wurde ausgeraubt, geschändet und ermordet. Das Leid hielt noch weitere 5 Jahre an, bis schließlich am 21.September des Jahres 1433 die Hussiten bei Hiltersried nach bereits mehr als dreizehn Jahre andauernden Hussitenkriegen entscheidend geschlagen wurden. Zuvor belagerten im Sommer 1433 die Hussiten die katholische und reichstreue Stadt Pilsen. Um den Nachschub für die Belagerer zu sichern, schickte der hussitische Heerführer Andreas Prokop im September 1433 an die 2000 Krieger in die Oberpfalz. Die Hussiten belagerten erfolglos Haus Murach (bei Oberviechtach), zogen dann plündernd und brandschatzend über Nabburg und Schwarzhofen in die Nähe von Hiltersried, wo sie im Schutze einer Wagenburg ihr Lager aufschlagen wollten. Der hießige Landesherr, der Wittelsbacher Pfalzgraf Johann von Neunburg und Neumarkt, hatte seine zahlenmäßig unterlegene Streitmacht auf der zwischen Neunburg und Rötz gelegenen Schwarzenburg, der Burg seines Feldhauptmannes Hindschi Pflug von Rabenstein, gesammelt. Johann selbst war nur auf eindringliches Bitten seines noch minderjährigen Sohnes Christoph, des späteren Unionskönig von Dänemark, Norwegen und Schweden, zu bewegen, sich am Kampfe nicht zu beteiligen. Am frühen Morgen des 21.September rückte Pflug mit seiner Streitmacht in das "Auhölzl" westlich von Hiltersried vor, wo er seine Formationen zum Angriff ordnete. Der erste Vorstoß eines Vortrupps wurde schon im Aubachgrund vor Hiltersried von einer Schar Hussiten angegriffen. Es kam zum erbitterten blutigen Gefecht, wobei die Hussiten zurückgedrängt werden konnten. Nachdem das Hauptheer zur Stelle war, rückte man gemeinsam gegen den überlegenen und verschanzten Feind vor. Im Schutze der abgefeuerten Stein- und Bleikugeln und abgeschossenen Pfeile gegen die hussitische Wagenburg, überwand man mühsam das Vorgelände. Dann leisteten die kräftigen, unerschrockenen Schmiede und Knechte ganze Arbeit. Sie zertrümmerten mit ihren gewaltigen Hämmern die schweren Eisenketten an den Wägen und öffneten so den Weg ins Innere der feindlichen Wagenburg. Letztendlich fielen bei der Schlacht etwa 1500 Hussiten, 300 werden gefangen genommen. Der verbliebene Rest kann nach Pilsen entfliehen, wo die Nachricht von der Niederlage zum Streit und später zum Ende der Belagerung führte. Auf Oberpfälzer Seite sind 129 Gefallene und viele Verwundete zu beklagen. Wenzel von Rötz gelang es, das blutige Schwert des Hussitenführers Ritka in der Schlacht zu erobern. Dieses brachte er ebenso wie die Siegesbotschaft im Eilritt nach Neunburg zu Pfalzgraf Johann. Der fromme Pfalzgraf hatte während der Schlacht bei Hiltersried mit seiner 2.Gemahlin Beatrix in der Kirche zu Neunburg zu Gott gebetet, um einen gerechten Sieg für seinen Heerbann zu erflehen. Nach dieser denkwürdigen Schlacht bei Hiltersried wagten die Hussiten keine größeren Raubzüge mehr in die Oberpfalz.
(Weitere Details zur Geschichte von Hiltersried und Pfarrei Hiltersried sind in der Festschrift zur 575-Jahrfeier Hussitenschalcht bei Hiltersried zu entnehmen. Verfassser: Stephan Thomas) Das Denkmal wurde 1933 errichtet.

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