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Berge

Neuigkeiten aus dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald

Beschränkung des Gemeingebrauchs an der "Weißen Brücke" bei Chammünster

betr. Befahren mit Kanus und anderen Booten sowie das Baden

Die Stadt Cham beabsichtigt anstelle der bisherigen sog. „Weißen Brücke“ über den Regen bei Chammünster einen Ersatzbau zu errichten. Wegen der Baumaßnahme ist ein gefahrloses Befahren des Regen nicht mehr gewährleistet. Die Ausübung des wasserrechtlichen Gemeingebrauchs (darunter fällt insbesondere das Befahren mit Kanus und anderen Booten sowie das Baden) im betroffenen Gewässerabschnitt muss deshalb beschränkt werden, solange die Gefährdung besteht. Die Sperrung erfolgt in Form einer Allgemeinverfügung, die im Amtsblatt des Landkreises veröffentlicht wurde. Eine entsprechende Beschilderung wird am Ufer flussaufwärts der Brücke sowie an den oberhalb gelegenen Einstiegsstellen des Bootswanderwegs angebracht. Die Schilder weisen auch auf die behelfsmäßigen Aus- und Einstiegsstellen kurz vor bzw. nach der Brücke hin. Die Beschränkung des Gemeingebrauchs beginnt am 07.11.2022 und endet mit Entfernung der Beschilderung, voraussichtlich am 09.12.2022, um insbesondere die Auswirkungen auf das unumgängliche Maß zu beschränken.

Lageplan (pdf)

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Landratsamt Cham, Sachgebiet Wasserrecht, Tel.: 09971 78-427, E-Mail: [email protected]

Ein langes Wochenende für Museen

Erstes Oktoberwochenende

Das lange Feiertagswochenende bietet eine wunderbare Möglichkeit für einen Museumsbesuch im Landkreis Cham

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut hat die Ausstellung „Weltspielzeug“ der Kinderrechtsorganisation Plan International bis 26. Februar 2023 verlängert und präsentiert darin rund 200 selbst gefertigte Spielsachen von Kindern aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Im Zündholzmuseum Grafenwiesen kann man noch bis 27. Oktober die Ausstellung „Solo Girl und Walfisch-Zündhölzer“ besuchen und sich Raritäten historischer Gebrauchsgrafik im Miniaturformat ansehen.

Auch das seit 2021 komplett sanierte Schulmuseum in Fronau in einem denkmalgeschützten Waldlerhaus aus dem Jahr 1756 ist am Sonn- und Feiertag geöffnet. Besonders im Bereich der zeitgenössischen Kunst ist viel geboten.

In Cham haben das Museum SPUR sowie die Städtische Galerie Cordonhaus Samstag, Sonntag und auch am Montag, dem Feiertag, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Das Museum SPUR zeigt noch bis 8. Januar 2023 eine Ausstellung zu der Künstlergruppe RADAMA, bestehend aus Erwin Eisch, Gretel Stadler und Max Strack. Im ehemaligen Armenhaus der Stadt Cham sind Malerei und Arbeiten auf Papier der Gruppe zu sehen, sowie Glasobjekte von Erwin Eisch, Bildhauerarbeiten in Holz, Ton und Bronze von Gretel Stadler und eine Steinskulptur von Max Strack. „Chamois“ ist die aktuelle Ausstellung in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham betitelt, die bis 6. November zu sehen ist. Die in Cham aufgewachsene Künstlerin Martina Salzberger zeigt vielgestaltige textile Arbeiten, die zum Großteil während der Corona-Pandemie entstanden sind.

Bis 2. Oktober ist in der Galerie Woferlhof noch die Gedächtnisausstellung zum 90. Geburtstag von Helmut Sturm zu sehen, außerdem zeigt die Galerie im ländlichen Ambiente die Ausstellung „Meine Künstler“.

Im Alten Rathaus in Furth ist bis 9. Oktober eine Ausstellung von Richard Vogl zu sehen. In Kooperation mit dem Kulturamt Furth im Wald werden hier Ölpastelle und vor allem weniger bekannte Aquatinta-Radierungen des geborenen Furthers gezeigt.

Das Museum Ludwig Gebhard in Tiefenbach zeigt bis 2. Oktober die Ausstellung „Graphit und Eisen“ im Werk von Ludwig Gebhard aus den Jahren 1980 bis 2001. Hier wurden aus über 300 Graphit-Zeichnungen Gebhards für diese Ausstellung zwei Werkgruppen ausgewählt. Der Skulpturenweg mit Eisenplastiken Ludwig Gebhards entlang der Hauptstraße Tiefenbachs zwischen Alter Schule und Pfarrkirche ist ganzjährig frei zugänglich.

In Waldmünchen ist im Grenzland- und Trenckmuseum die Ausstellung „Ein Geben und zwei Nehmen – Fotografien von Olaf Unverzart“ bis Juni nächsten Jahres zu sehen. In der Ausstellung zeigt der Fotograf und Künstler Unverzart in seiner Geburtsstadt Waldmünchen einen Querschnitt seines Schaffens aus drei Jahrzehnten.

Auch das Waldschmidthaus Eschlkam stellt wieder aus: Bis zum 7. Oktober können dort Bilder und Keramikarbeiten von Anne Wild und Alexander Costa betrachtet werden.

Im Lokschuppen Falkenstein präsentiert Fritz Maier noch bis zum 3. Oktober Holzschnitte, die seine Eindrücke im Rahmen einer Japanreise künstlerisch widerspiegeln.

Einen Besuch wert ist auch der Kunstwanderweg mit dem Kunstpavillon in Stachesried. Es ist ein besonders Kunst- und Landschaftserlebnis unmittelbar an der bayerisch-böhmischen Grenze, das frei zugänglich ist.

Informationen zu diesen und weiteren Museen und Galerien finden sich in der aktuellen Broschüre „Museen im Landkreis Cham“, auch zu sehen unter: https://www.landkreis-cham.de/media/39204/lkr_cham_museumsbroschuere_2022_web.pdf

Sperrung der Weißen Brücke bei Chammünster

Wanderwege und Radwege werden umgeleitet

Achtung: Umleitung von Wander- und Radwegen wegen Brückensperrung von 13.08.2022 bis voraussichtlich 18.11.2022

Die Wanderwege Cu9, Ch5, Haidsteiner Weg werden im Bereich der Weißen Brücke bei Chammünster umgeleitet.
Informationen unter: https://www.bayerischer-wald.org/fileadmin/user_upload/landkreis/bilder/aktuelles/Umleitung_weisseBruecke_Wandern.pdf

Die Radwege: Grünes Dach Redweg, Regental Radweg, Chambtal Radweg, München-Regensburg-Prag Radweg, MTB-Tour 24 und der Ostbayerischer Jakobus-Radweg werden im Bereich der Weißen Brücke bei Chammünster umgeleitet.
Informationen unter: https://www.bayerischer-wald.org/fileadmin/user_upload/landkreis/bilder/aktuelles/Umleitung_weisseBruecke_Rad.pdf

Landmarkenaktion am 27.08.2022

„Vom Grenzraum zum Begegnungsraum“

Grenzüberschreitende Lichtaktion von 21 – 22 Uhr

  • Altenschneeberg mit Abend-Bewirtung durch FFW
  • Bayernwarte mit Nachmittags-Programm und Bewirtung durch die Bergwacht (Zeiten
  • gemäß Tagespresse)
  • Bleschenberg
  • Drachenturm mit Abend-Programm, siehe unten
  • Hohenbogen mit Nachmittags-Programm, siehe unten
  • Schwarzwihrberg mit Abend-Bewirtung durch den Hüttenwirt
  • Hirschstein (CZ)
  • Čerchov (CZ)

Infos zu allen Landmarken unter:
https://www.bayerischer-wald.org/bayerischer-wald-ganz-oben/landmarken

Aussichtsplattform „Gipfelsteig“ am Hohenbogen ist ab sofort wieder täglich geöffnet!

Öffnungszeiten:
Die Aussichtsplattform im sektor.f ist ab sofort wieder zu den unten angegeben Zeiten geöffnet.
Der Zugang zur Aussichtsplattform erfolgt über ein automatisiertes Kassensystem. Die Plattform ist TÄGLICH GEÖFFNET und zwar zu folgenden Zeiten, sofern ein sicherer Aufstieg möglich ist.

Januar, Februar, März + November, Dezember
10:00 – 16:00 Uhr

April + Oktober
09:00 – 18:00 Uhr

Mai, Juni, Juli, August, September
08:00 – 20:00 Uhr

Bei schlechter Witterung (z.B. Vereisung, starker Wind, starker Regen, starker Schneefall) muss die Plattform aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.
Tagesaktuelle Informationen hierzu gibt es Dienstag bis Sonntag unter:
Tel. +49 9947 / 1222
Aktuelle Infos unter www.sektor-f.de

 

WeltKunstMuseum wieder geöffnet

Seit 1. Mai lädt das "WeltKunstMuseum" im Altrandsberger Schloss kulturinteressierte Besucher ein.

Das Schloss, eine Vierflügelanlage aus dem 16. und 17. Jahrhundert, wurde von 1981 bis 1999 von der Gemeinde Miltach aufwendig saniert. Der geschlossene Innenhof mit seinen Arkadengängen versprüht einen Hauch der Atmosphäre vergangener Zeiten.

Das „WeltKunstMuseum“ ist im Ostflügel des Schlosses untergebracht. In thematisch gegliederten Schaukästen werden Nachbildungen von teilweise weltberühmten Museumsobjekten präsentiert. Man müsste zahlreiche Museen und Galerien in aller Welt besuchen, um die Originale bestaunen zu können. Die Ausstellungsstücke bieten einen Querschnitt durch die gesamte Kunst- und Kulturgeschichte des Abendlandes von der Steinzeit bis zum Barockzeitalter. Bei den Exponaten handelt es sich um Leihgaben der ortsansässigen Firma ARA-Kunst in Altrandsberg.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Steinzeit, Bronze- und Eisenzeit über die Kelten, Skythen und Thraker, das alte Ägypten und Kreta, die griechische Antike und das Römische Reich bis zu den Kunstepochen Romanik, Gotik, Renaissance und Barock. Ein Besuch ist nicht nur für Schulklassen interessant. Auch bei einer Fahrradtour am Wochenende auf dem Donau-Regen-Radweg lohnt sich ein Zwischenstopp zum Besuch des Schlossmuseums hoch über dem Perlbachtal.

Geöffnet: Mai bis Oktober, Sonn- und Feiertag 14.00 – 17.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

Schloss Altrandsberg, 93468 Miltach,

Tel. 09944/3415-15 (Gemeinde Miltach)

Foto: Hermann Holzer

Berge

Graf Luckner Jubiläumsjahr

Cham in Flammen - der Trenck vorm Tor

Die Stadt Cham feiert heuer 300 Jahre Graf Luckner.

Mehr Informationen zum Graf Luckner Jubiläumsjahr und der Stadt Cham

50 Jahre Oberpfälzer Handwerksmuseum Rötz-Hillstett

Jubiläumsausstellung

In diesem Jahr feiert das Oberpfälzer Handwerksmuseum Rötz-Hillstett sein 50-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird mit der Jubiläumsausstellung „50 Jahre Museum“ vom 1. Mai bis 30. September 2022 und einem bunten Rahmenprogramm.  

In der Ausstellung wird die Entstehung und Entwicklung des Museums in Hillstett aufgezeigt: von der Geburtsstunde im Jahr 1972 bis zum Oberpfälzer Handwerksmuseum, wie man es heute kennt. Außerdem werden Museumsschätze präsentiert: Besucher haben die Möglichkeit Objekte zu sehen, die noch gar nicht oder lange nicht mehr öffentlich zugänglich waren, aber ein Teil der 50-jährigen Geschichte sind. Ergänzt wird die Sonderausstellung auch durch Objekte aus dem Bestand des Rötzer Heimatmuseums.

Die Ausstellung wurde vom Kulturreferat des Landkreises Cham konzipiert und betreut.

Die Geburtsstunde des Oberpfälzer Handwerksmuseums Rötz-Hillstett war 1972, bei einer Besprechung in der Wutzschleife, dort wurde der Standort des Museums und die Finanzierung geklärt. Der Seebarnhammer war das erste Objekt, dass im Handwerksmuseum seine neue Heimat fand, es folgten der Salzfriedlhof, die Brettsäge Saxlmühle und eine Dampfsäge. 1979 wurde ein Museumsgebäude gebaut, in dem verschiedene Handwerksberufe dargestellt werden. Seit 1. Mai ist das Museum regulär geöffnet und freut sich auf Besucher.

Rahmenprogramm:

Sonntag, 15. Mai 2022: Internationaler Museumstag mit Museumsquiz und Handwerksvorführungen

Sonntag, 24. Juli 2022: Handwerksvorführungen

Mittwoch, 7. September 2022: Aktionstag „Mit den Großeltern unterwegs in den Museen“ mit Handwerksvorführungen

jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten

1. Mai bis 30. September: freitags, samstags, sonn- und feiertags von 14 Uhr bis 17 Uhr

Kontakt:

Kulturreferat Landratsamt Cham, Karin Hirschberger, Tel. 09971 / 78 595, Email: [email protected]

Fotos: Karin Hirschberger

  

7 Gipfel Bayerns

Der Große und der Kleine Arber

Skiparadies und urtümliche Natur: der Große und der Kleine Arber. Sie sind wie ungleiche Brüder. Gemeinsam haben sie die faszinierende Landschaft und die einzigartige Flora und Fauna: Auerwild, Orchideen und schwimmende Inseln auf den Arberseen.

Der Große Arber in Niederbayern ist als "König des Bayerischen Waldes" Touristenmagnet, der Kleine Arber, höchster Berg der Oberpfalz, beeindruckt durch romantische Wildnis und Unberührtheit. Doch sie gehören zusammen wie Brüder: Sie teilen eine faszinierende Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt. Von einem Gipfel blickt man auf den anderen. Wanderwege verbinden sie. Und doch trennt sie seit der Gebietsreform ab 1972 eine politische Grenze, die über die Gipfel verläuft. Der Große Arber liegt nach wie vor in Niederbayern – er ist mit 1.456 Metern der höchste Gipfel des Regierungsbezirks. Der 1.384 Meter hohe Kleine Arber ist seither der höchste Berg der Oberpfalz.

Der König des Bayerischen Waldes

Der Große Arber ist der höchste Berg im Bayerischen Wald und der höchste bayerische Berg außerhalb der Alpen. Heute führt eine moderne Bergbahn zum Gipfel – deswegen ist der Große Arber das größte Familienskigebiet in der Region und im Sommer ein beliebter Wanderberg. Als einziger Gipfel im Bayerischen Wald erreicht der Große Arber die Waldgrenze. Schon allein deshalb nimmt er eine botanische Sonderstellung ein und ist im Winter bekannt durch seine "Abermandl", die schönen und bizarren Figuren, die Schnee und Eis formen.

Weiderechtler

Eine weitere Besonderheit, die es am Großen Arber gibt, sind seine jahrhundertealten Traditionen. Noch immer treiben „Weiderechtler“ jeden Sommer ihre Rinder auf die traditionellen Waldweiden, die „Schachten“. Diese 500 Jahre alte Kulturlandschaft würde es ansonsten nicht mehr geben. Geschichte spielt ohnehin schon immer eine große Rolle am Großen Arber. In Bayerisch Eisenstein, am Fuße des Berges, verlief bis zum Fall des Eisernen Vorhangs der Grenzzaun. Damals baute die Bundeswehr zwei Radarkuppeln, um während des Kalten Krieges den Flugverkehr des „Ostblocks“ zu überwachen. Ihre weißen Kuppeln dominieren noch immer den Gipfel des Großen Arber.

Der kleine Bruder lockt mit unberührter Natur

Direkt gegenüber liegt der Kleine Arber. Er ist der ruhigere und natürlichere der beiden Brüder und auch weitaus unbekannter als der Große Arber. Wer zum Gipfelkreuz will, muss zu Fuß aufsteigen. Für Wanderfreunde ein Paradies. Und genau das macht den Kleinen Arber aus, seine Ruhe und Unberührtheit. Nicht umsonst liegt hier die Kernzone des Auerwild-Schutzgebietes. Der seltene und scheue Waldvogel liebt die Hänge des Kleinen Arber. Nur noch wenige Exemplare gibt es von dem prachtvollen Vogel in Deutschland. Sein Federkleid ist besonders und bei der Balz ein echter Blickfang. Am Fuße des Kleinen Arber liegt ein Eiszeitrelikt: der Kleine Arbersee. Auf ihm hat sich eine Besonderheit herausgebildet, die schwimmenden Inseln. Als die Arberregion fest in der Hand der Glasherstellung war, wurde der Kleine Arbersee für die Holztrift genutzt.

Schutz und Pflege

Die beiden Berge mit ihren Besonderheiten erklärt am Großen Arber Biologe Wolfgang Diewald, der den Bestand gefährdeter Pflanzen dokumentiert und sichert. Bauer Ludwig Fritz treibt seine Kühe wie jeden Sommer auf die traditionellen „Schachten“ und in Bayerisch Eisenstein erinnert sich Adrian Kreuzer an den Eisernen Vorhang. Am Kleinen Arber sorgt sich Gebietsbetreuerin Anette Lafaire um das Auerwild und versucht die schwimmenden Inseln vor einer invasiven Pflanze zu retten, und Markus Schmidberger möchte sichergehen, dass Kreuzotter und Feuersalamander auch weiterhin am Kleinen Arber heimisch bleiben.

BR Fernsehen, 16.04.2022, 19:15 Uhr, 43 Min, Folge 3: 7 Gipfel Bayerns - Folge 3: Der Große Arber und der Kleine Arber

Bild: BR / Tangram Film International