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Durch intensive Bejagung und tiefgreifende Veränderungen in der Landwirtschaft war der Bestand des Uhus lange Zeit stark bedroht. Schutzmaßnahmen und gezielte Artenschutzprogramme haben jedoch dazu beigetragen, dass sich der „König der Nacht“ langsam erholen konnte. So ist er jetzt wieder im Naturpark Oberer Bayerischer Wald heimisch.
So lebt der Uhu
Der Uhu ist ein standorttreuer Vogel und bleibt das ganze Jahr über in seinem Revier. Als Nistplätze bevorzugt er Felsnischen und steile Abbruchkanten – auch aktive Steinbrüche bieten ihm geeignete Brutplätze. Seltener nutzt er alte Horste von Greifvögeln oder brütet direkt am Boden.
Als Raubvogel ernährt sich der Uhu hauptsächlich von kleinen Säugetieren und Vögeln, gelegentlich stehen aber auch Reptilien und Amphibien auf seinem Speiseplan. Der Uhu hat keine natürlichen Feinde und zeigt sich gegenüber Artgenossen meist gelassen. Während der Brutzeit jedoch verteidigt er seinen Nachwuchs entschlossen.
Übrigens: Die auffälligen Federohren des Uhus dienen nicht dem Hören. Stattdessen spiegeln sie die Stimmung der Eule wider – je nach Situation werden sie aufgestellt oder angelegt.
Da der Uhu streng nachtaktiv ist, sind direkte Beobachtungen selten. Die beste Möglichkeit, ihn nachzuweisen, bietet daher das Verhören seiner markanten Rufe während der Balzzeit.
Monitoring im Naturpark
Um eine verlässliche Datengrundlage zur Verbreitung des Uhus zu schaffen, beteiligt sich der Naturpark Oberer Bayerischer Wald an einem umfassenden Uhu-Monitoring. Das Artenhilfsprogramm wird vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) koordiniert. Unsere Ranger arbeiten dabei eng mit der LBV-Kreisgruppe Cham zusammen.
Während der Balzzeit werden vermutete Uhu-Standorte gezielt aufgesucht und verhört. Besonders in der Dämmerung sind die tiefen, weithin hörbaren Balzrufe des Uhus gut wahrnehmbar und ermöglichen wertvolle Rückschlüsse auf seine Bestandsentwicklung.